| Atypische Weidemyopathie in Österreich |
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Atypische Weidemyopathie: Bereits sieben tote Pferde in Kärnten, Österreich
Auch aus anderen Bundesländern in Österreich – so etwa aus der Steiermark – sind vermehrt Berichte über verstorbene Pferde aufgetaucht – die Todesserie in Kärnten ist jedoch zweifellos der bisher schlimmste Fall. „Allein in den letzten beiden Tagen haben wir sieben tote Pferde zur Untersuchung bekommen. Wir haben Berichte von Tierärzten, dass es viele weitere Fälle – auch in anderen Bundesländern – geben soll. Wir sind sehr besorgt“, so Michael Mansfeld von der Landesanstalt für veterinärmedizinische Untersuchungen in Klagenfurt. Als wahrscheinlichste Ursache für den rätselhaften Pferdetod wird derzeit die sogenannte atypische Weidemyopathie angenommen. Michael Mansfeld: „Mit Sicherheit können wir es erst sagen, wenn alle histologischen Untersuchungen abgeschlossen sind, was aber noch einige Zeit dauern wird. Wir gehen jedoch nach den bisherigen Sektionen von der Weidemyopathie aus – sie ist mit hoher Wahrscheinlichkeit die Ursache dieser Todesfälle.“ (weitere Infos zu den Vorfällen in Österreich finden Sie hier: Pferde Plus - Österreichs größtem, unabhängigen Pferdemagazin: Atypische Weidemyopathie in Kärnten) Die ersten Symptome können wie eine Kolik aussehen, die Pferde zeigen eine allgemeine Schwäche, haben eine erhöhte Herzfrequenz, zittern, schwitzen und kollabieren schließlich. Trockene oder blasse, auch gelblich verfärbte Schleimhäute sind ein weiteres wichtiges Symptom. Bei manchen Tieren ist der Puls so schwach, dass man ihn kaum fühlen kann, aber schneller als bei einem gesunden Pferd (28 bis 40 Schläge pro Minute). „Häufig liegt auch die Atemfrequenz über dem Normalwert von 10 bis 20 Atemzügen pro Minute“, sagt Tierarzt Dr. Volker Sill von der Pferdeklinik Bargteheide in Schleswig-Holstein. Viele von ihnen sind unruhig, leiden unter Muskelzittern und Schweißausbrüchen, wobei die Körpertemperatur sinken kann. Bei manchen Patienten verfärbt sich der Urin oder Kot dunkel, bei anderen kommt es zu Blutungen der Haut, Schleimhaut und sonstiger Organe. Eine effektive Behandlung bei Myopathie gibt es nicht, meist verabreicht man erkrankten Pferden ähnlich wie beim Kreuzschlag intravenöse Infusionen, doch die Therapie ist in den meisten Fällen aussichtslos, da die Krankheit extrem rasch voranschreitet. Pferdebesitzern raten wir zur Vorsicht beim Weidegang bei kalten Temperaturen. Die Tiere sollten auf keinen Fall gefrorenes Futter oder Laub fressen. Bei Auftreten der ersten Symptome sollten sich Pferdehalter umgehend an ihren Tierarzt wenden. TAGS:
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